
Verleihung der Hermann-Rieder-Medaille an Prof. Dr. Hubertus Pietsch, den langjährigen Leiter der CT- und MRT-Kontrastmittelforschung der Bayer AG.
Präsentationstag: | 15.5.2026 |
|---|---|
Autor: | mh/ktg |
Sprecher: | Christiane Kuhl, Präsidentin der Deutschen Röntgengesellschaft |
Quelle: | RöKo Leipzig 2026 |

Prof. Dr. Hubertus Pietsch und DRG-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Kuhl
„Seit 2002 hat Hubertus Pietsch die Entwicklung, Charakterisierung und Sicherheitsbewertung moderner Kontrastmittel maßgeblich mitgestaltet – ‚maßgeblich mitgestaltet’ ist fast noch ein bisschen untertrieben“, sagte in ihrer Laudatio Christiane Kuhl, Präsidentin der Deutschen Röntgengesellschaft.
Der verantwortungsvolle Einsatz von Kontrastmitteln setze ein tiefes Verständnis ihrer physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften voraus – „und genau hier liegt der Kern des wissenschaftlichen Wirkens von Professor Pietsch“, so Kuhl.
Hervorzuheben seien insbesondere seine Beiträge zur Erforschung der Ursachen der nephrogenen systemischen Fibrose. In der großen Aufgeregtheit um das Thema NSF habe er die notwendige Evidenz geschaffen, um die Debatte zu versachlichen. „Damit hat er dazu beigetragen, dass wir MR-Untersuchungen in der aktuellen Form überhaupt noch machen können“, sagte Kuhl.
In den Zeiten, als es hoch herging um die MR-Kontrastmittel, sei Hubertus Pietsch derjenige gewesen, den man anrufen konnte, um zu fragen, was denn jetzt wirklich der Sachstand sei, sagte Kuhl. Die Bedeutung seiner Arbeit lasse sich kaum überschätzen. Denn sie schaffe Vertrauen als Fundament für klinische Arbeit.
Dass wir überhaupt noch lebendige Kontrastmittelforschung haben, sei nicht selbstverständlich, so Kuhl – dazu habe Pietsch mit seinem persönlichen Engagement beigetragen.
Zur Hermann-Rieder-Medaille
Die DRG verleiht die Hermann-Rieder-Medaille in der Regel alle zwei Jahre an eine um das Fach der theoretischen oder klinischen Radiologie in Wissenschaft und Praxis besonders verdiente Persönlichkeit – erstmals 1929.
