ACE-Hemmer:
Hemmer des Angiotensin konvertierenden Enzyms
Acetylsalicylsäure (Aspirin®):
Acetylsalicylsäure wird in niedrigen Dosen auch zur Hemmung der Blutplättchen eingesetzt.
Albumin:
Albumin ist ein wichtiges Protein im Blut, das von der Leber produziert wird. Es hat mehrere wichtige Funktionen im Körper, darunter die Regulierung des Blutvolumens und des Blutdrucks. Darüber hinaus spielt Albumin eine Rolle bei der Aufrechterhaltung des richtigen pH-Werts im Blut und beim Transport von verschiedenen Substanzen wie Hormonen, Medikamenten und anderen Molekülen im Körper. Es dient auch als Träger für verschiedene Nährstoffe, die im Blut zirkulieren.
Albuminurie:
Der Zustand, wenn Albumin in den Urin gelangt. Ein mögliches Anzeichen für eine chronische Nierenerkrankung (CKD) und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen.
Amyloide:
Bei einer Amyloidose verändern sich Form und Struktur von Eiweißen (Proteinen) so, dass sie unlösliche Fäden bilden, die man Amyloid-Fibrillen nennt. Amyloid-Fibrillen bilden in verschiedenen Organen Ablagerungen, die man Amyloide nennt und die die normale Organfunktion stören können. Je nachdem, welche Organe betroffen sind, können unterschiedliche Beschwerden und Erkrankungen entstehen.
Amyloidose:
Amyloidose ist der medizinische Oberbegriff für krankhafte Vorgänge, bei denen sich bestimmte Proteine im Körper falsch verhalten. Normalerweise haben Proteine eine bestimmte Form, mit der sie ihre Arbeit im Körper verrichten können. Bei einer Amyloidose verändern sich Form und Struktur der Proteine so, dass sie unlösliche Fäden bilden, die man Amyloid-Fibrillen nennt. Amyloid-Fibrillen bilden in verschiedenen Organen Ablagerungen, die man Amyloide nennt und die die normale Organfunktion stören können. Je nachdem, welche Organe betroffen sind, können unterschiedliche Beschwerden und Erkrankungen entstehen. Lagern sich Amyloide im ganzen Körper ab und sind mehrere Organe betroffen, spricht man von einer systemischen Amyloidose. Bei einer lokalen Amyloidose ist nur ein bestimmtes Organ oder Gewebe betroffen. Ist vor allem das Herz betroffen, spricht man von einer kardialen Amyloidose.
AL-Amyloidose (Leichtketten-Amyloidose):
Die Leichtketten-Amyloidose (AL-Amyloidose) ist die häufigste der systemischen Amyloidosen. Sie entsteht, wenn bestimmte Zellen im Knochenmark – die sogenannten Plasmazellen – zu viele fehlerhafte Proteine produzieren. Diese Proteine sind eigentlich Bestandteile des Immunsystems (sogenannte Antikörper), werden aber bei der AL-Amyloidose fehlerhaft hergestellt. Ähnlich wie bei anderen Amyloidosen lagern sich diese fehlerhaften Proteine dann in verschiedenen Organen ab und stören die normale Funktion der betroffenen Organe.
Androgendeprivationstherapie (ADT):
ADT ist eine Behandlung zur Unterdrückung oder Blockierung der Produktion oder Wirkung männlicher Hormone. Dies geschieht durch die Entfernung der Hoden, die Einnahme weiblicher Geschlechtshormone oder die Einnahme von Medikamenten, die als Antiandrogene bezeichnet werden. Sie wird auch Androgenablation, Androgensuppression oder chemische Kastration genannt.1 Diese Therapie senkt den Testosteronspiegel im Körper.
Androgene:
Hormone, die die Entwicklung und Aufrechterhaltung der männlichen Geschlechtsmerkmale fördern. Testosteron ist eine Art von Androgen.
Androgenrezeptor:
Protein, das männliche Hormone, so genannte Androgene, bindet. Androgenrezeptoren befinden sich in den Zellen des männlichen Fortpflanzungsgewebes, in einigen anderen Gewebetypen und in einigen Krebszellen. Bei Prostatakrebs binden sich die Androgene an die Androgenrezeptoren in den Krebszellen, was das Wachstum der Krebszellen fördert.
Angina:
Schmerz- oder Druckgefühl / Beklemmung in der Brust.
Antiarrhythmika:
Medikamente, die das Herz nach dem Auftreten von Rhythmusstörungen wie beispielsweise dem Vorhofflimmern wieder in Takt bringen.
Antikoagulation:
Gabe eines Medikamentes (Antikoagulans) zur Hemmung der Blutgerinnung.
ARB:
Angiotensin-II-Rezeptorblocker
ARNI:
Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren
Arrhythmie:
Auch Herzrhythmusstörung genannt; Störungen des Herzschlags, das Herz kommt aus dem Takt und es können lebensgefährliche Blutgerinnsel entstehen.
Arteriosklerose:
Durch Ablagerungen aus Fett, Blutplättchen und in geringen Mengen auch Kalk werden die Arterien beschädigt und der Blutfluss behindert. Somit werden die Gefäßwände weniger elastisch und verdicken sich. Besonders gefährlich bei Entstehen von Aneurysmen.
Atherothrombose:
Bildung von Thromben im arteriellen Gefäßsystem auf der Basis entzündlich-degenerativer Veränderungen der Gefäßwand (atherosklerotische Plaques). Sie führt zu typischen klinischen Manifestationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
ATTR-CM (kardiale Transthyretin-Amyloidose):
Lagern sich bei einer TTR-Amyloidose die Amyloide vor allem im Herzmuskel ab, spricht man von einer kardialen Transthyretin-Amyloidose, kurz: ATTR-CM. Die Amyloide können das Herz schwächen und seine Pumpleistung mindern. ATTR-CM ist eine ernste Erkrankung und schreitet ohne Behandlung stetig voran.
ATTR-PN (Transthyretin-Amyloidose mit Polyneuropathie):
Lagern sich bei einer TTR-Amyloidose die Amyloide vor allem im Nervensystem ab, spricht man von einer TTR-Amyloidose mit Polyneuropathie, kurz: ATTR-PN. Dabei kann es zu Schmerzen und gestörtem Empfinden an verschiedenen Stellen im Körper kommen. Amyloide können zudem die Funktion von Organen stören und die Beweglichkeit einschränken.
ATTRv-Amyloidose (hereditäre oder erbliche TTR-Amyloidose):
Kommt es aufgrund einer genetischen Mutation zu einer TTR-Amyloidose, spricht man von einer erblichen Transthyretin-Amyloidose (auch hereditäre, familiäre oder ATTRv-Amyloidose genannt). Sie kann in Familien weitergegeben werden. Obwohl die Mutation von Geburt an besteht, zeigen sich die ersten Beschwerden meist erst im Erwachsenenalter.
ATTRwt-Amyloidose (Wildtyp-TTR-Amyloidose):
Die Wildtyp-TTR-Amyloidose (ATTRwt-Amyloidose) ist eine altersbedingte Form der TTR-Amyloidose. Anders als bei der erblichen Form (ATTRv-Amyloidose) liegt hier kein Gendefekt vor. Stattdessen beginnt das normale Transport-Protein Transthyretin (TTR) im höheren Alter damit, sich falsch zu falten und Amyloid-Fibrillen zu bilden. Bei der Wildtyp-TTR-Amyloidose lagern sich die Amyloid-Fibrillen vor allem im Herzmuskel ab und können zu einer Herzschwäche führen. Die ersten Beschwerden treten meist erst nach dem 70. Lebensjahr auf.