Glossar

Begriffe einfach erklärt

zwei Wordclouds mit medizinischen Begriffen

Auf dieser Seite haben wir eine Sammlung wichtiger medizinischer Begriffe zusammengestellt. Diese sind alphabetisch geordnet. Unser Ziel ist es, komplexe medizinische Fachbegriffe so einfach und klar wie möglich zu erklären, damit Sie informierte Entscheidungen über Ihre Gesundheit treffen können, es ersetzt aber nicht die Expertise von medizinischem Fachpersonal.
Wenn Sie Fragen rund um Ihre Erkrankung oder Behandlung haben, wenden Sie sich bitte immer an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Sollten Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Informationen benötigen, steht Ihnen auch unser Team der

jederzeit zur Verfügung. Zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

    ACE-Hemmer:
    Hemmer des Angiotensin konvertierenden Enzyms

    Acetylsalicylsäure (Aspirin®):
    Acetylsalicylsäure wird in niedrigen Dosen auch zur Hemmung der Blutplättchen eingesetzt.

    Albumin:
    Albumin ist ein wichtiges Protein im Blut, das von der Leber produziert wird. Es hat mehrere wichtige Funktionen im Körper, darunter die Regulierung des Blutvolumens und des Blutdrucks. Darüber hinaus spielt Albumin eine Rolle bei der Aufrechterhaltung des richtigen pH-Werts im Blut und beim Transport von verschiedenen Substanzen wie Hormonen, Medikamenten und anderen Molekülen im Körper. Es dient auch als Träger für verschiedene Nährstoffe, die im Blut zirkulieren. 

    Albuminurie:
    Der Zustand, wenn Albumin in den Urin gelangt. Ein mögliches Anzeichen für eine chronische Nierenerkrankung (CKD) und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen.

    Amyloide:
    Bei einer Amyloidose verändern sich Form und Struktur von Eiweißen (Proteinen) so, dass sie unlösliche Fäden bilden, die man Amyloid-Fibrillen nennt. Amyloid-Fibrillen bilden in verschiedenen Organen Ablagerungen, die man Amyloide nennt und die die normale Organfunktion stören können. Je nachdem, welche Organe betroffen sind, können unterschiedliche Beschwerden und Erkrankungen entstehen.

    Amyloidose:
    Amyloidose ist der medizinische Oberbegriff für krankhafte Vorgänge, bei denen sich bestimmte Proteine im Körper falsch verhalten. Normalerweise haben Proteine eine bestimmte Form, mit der sie ihre Arbeit im Körper verrichten können. Bei einer Amyloidose verändern sich Form und Struktur der Proteine so, dass sie unlösliche Fäden bilden, die man Amyloid-Fibrillen nennt. Amyloid-Fibrillen bilden in verschiedenen Organen Ablagerungen, die man Amyloide nennt und die die normale Organfunktion stören können. Je nachdem, welche Organe betroffen sind, können unterschiedliche Beschwerden und Erkrankungen entstehen. Lagern sich Amyloide im ganzen Körper ab und sind mehrere Organe betroffen, spricht man von einer systemischen Amyloidose. Bei einer lokalen Amyloidose ist nur ein bestimmtes Organ oder Gewebe betroffen. Ist vor allem das Herz betroffen, spricht man von einer kardialen Amyloidose.

    AL-Amyloidose (Leichtketten-Amyloidose):
    Die Leichtketten-Amyloidose (AL-Amyloidose) ist die häufigste der systemischen Amyloidosen. Sie entsteht, wenn bestimmte Zellen im Knochenmark – die sogenannten Plasmazellen – zu viele fehlerhafte Proteine produzieren. Diese Proteine sind eigentlich Bestandteile des Immunsystems (sogenannte Antikörper), werden aber bei der AL-Amyloidose fehlerhaft hergestellt. Ähnlich wie bei anderen Amyloidosen lagern sich diese fehlerhaften Proteine dann in verschiedenen Organen ab und stören die normale Funktion der betroffenen Organe.

    Androgendeprivationstherapie (ADT):
    ADT ist eine Behandlung zur Unterdrückung oder Blockierung der Produktion oder Wirkung männlicher Hormone. Dies geschieht durch die Entfernung der Hoden, die Einnahme weiblicher Geschlechtshormone oder die Einnahme von Medikamenten, die als Antiandrogene bezeichnet werden. Sie wird auch Androgenablation, Androgensuppression oder chemische Kastration genannt.1 Diese Therapie senkt den Testosteronspiegel im Körper.

    Androgene:
    Hormone, die die Entwicklung und Aufrechterhaltung der männlichen Geschlechtsmerkmale fördern. Testosteron ist eine Art von Androgen.

    Androgenrezeptor:
    Protein, das männliche Hormone, so genannte Androgene, bindet. Androgenrezeptoren befinden sich in den Zellen des männlichen Fortpflanzungsgewebes, in einigen anderen Gewebetypen und in einigen Krebszellen. Bei Prostatakrebs binden sich die Androgene an die Androgenrezeptoren in den Krebszellen, was das Wachstum der Krebszellen fördert.

    Angina:
    Schmerz- oder Druckgefühl / Beklemmung in der Brust.

    Antiarrhythmika:
    Medikamente, die das Herz nach dem Auftreten von Rhythmusstörungen wie beispielsweise dem Vorhofflimmern wieder in Takt bringen.

    Antikoagulation:
    Gabe eines Medikamentes (Antikoagulans) zur Hemmung der Blutgerinnung.

    ARB:
    Angiotensin-II-Rezeptorblocker

    ARNI:
    Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren

    Arrhythmie:
    Auch Herzrhythmusstörung genannt; Störungen des Herzschlags, das Herz kommt aus dem Takt und es können lebensgefährliche Blutgerinnsel entstehen. 

    Arteriosklerose:
    Durch Ablagerungen aus Fett, Blutplättchen und in geringen Mengen auch Kalk werden die Arterien beschädigt und der Blutfluss behindert. Somit werden die Gefäßwände weniger elastisch und verdicken sich. Besonders gefährlich bei Entstehen von Aneurysmen.

    Atherothrombose:
    Bildung von Thromben im arteriellen Gefäßsystem auf der Basis entzündlich-degenerativer Veränderungen der Gefäßwand (atherosklerotische Plaques). Sie führt zu typischen klinischen Manifestationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

    ATTR-CM (kardiale Transthyretin-Amyloidose):
    Lagern sich bei einer TTR-Amyloidose die Amyloide vor allem im Herzmuskel ab, spricht man von einer kardialen Transthyretin-Amyloidose, kurz: ATTR-CM. Die Amyloide können das Herz schwächen und seine Pumpleistung mindern. ATTR-CM ist eine ernste Erkrankung und schreitet ohne Behandlung stetig voran.

    ATTR-PN (Transthyretin-Amyloidose mit Polyneuropathie):
    Lagern sich bei einer TTR-Amyloidose die Amyloide vor allem im Nervensystem ab, spricht man von einer TTR-Amyloidose mit Polyneuropathie, kurz: ATTR-PN. Dabei kann es zu Schmerzen und gestörtem Empfinden an verschiedenen Stellen im Körper kommen. Amyloide können zudem die Funktion von Organen stören und die Beweglichkeit einschränken.

    ATTRv-Amyloidose (hereditäre oder erbliche TTR-Amyloidose):
    Kommt es aufgrund einer genetischen Mutation zu einer TTR-Amyloidose, spricht man von einer erblichen Transthyretin-Amyloidose (auch hereditäre, familiäre oder ATTRv-Amyloidose genannt). Sie kann in Familien weitergegeben werden. Obwohl die Mutation von Geburt an besteht, zeigen sich die ersten Beschwerden meist erst im Erwachsenenalter. 

    ATTRwt-Amyloidose (Wildtyp-TTR-Amyloidose):
    Die Wildtyp-TTR-Amyloidose (ATTRwt-Amyloidose) ist eine altersbedingte Form der TTR-Amyloidose. Anders als bei der erblichen Form (ATTRv-Amyloidose) liegt hier kein Gendefekt vor. Stattdessen beginnt das normale Transport-Protein Transthyretin (TTR) im höheren Alter damit, sich falsch zu falten und Amyloid-Fibrillen zu bilden. Bei der Wildtyp-TTR-Amyloidose lagern sich die Amyloid-Fibrillen vor allem im Herzmuskel ab und können zu einer Herzschwäche führen. Die ersten Beschwerden treten meist erst nach dem 70. Lebensjahr auf.

    Begleiterkrankung:
    Wenn jemand unter mehr als einer Erkrankung leidet. Zwischen den Erkrankungen kann ein Zusammenhang bestehen, muss aber nicht.

    Betablocker:
    Diese Medikamente senken den Blutdruck und lassen das Herz langsamer schlagen. So muss das Herz weniger stark pumpen.

    Biopsie:
    Eine Biopsie ist ein medizinisches Untersuchungsverfahren, bei dem eine kleine Gewebeprobe aus dem Körper entnommen und im Labor unter dem Mikroskop untersucht wird. Bei Verdacht auf eine Transthyretin-Amyloidose wird sie durchgeführt, um das Vorhandensein von Amyloid-Ablagerungen im Gewebe zu bestätigen.

    Blutgerinnsel:
    Auch Thrombus genannt, das Blut verklumpt sich und kann die Blutversorgung blockieren.

    Bypass-Operation:
    Operativer Eingriff, um die Blutversorgung (z.B. des Herzens) zu verbessern.

    Chronische Nierenerkrankung (CKD):
    Eine Langzeiterkrankung, bei der die Nieren nicht so gut arbeiten, wie sie sollten, und die unbehandelt im Laufe der Zeit immer schlechter wird. Die Folgen sind eine nachlassende Nierenfunktion (abfallende eGFR) und/oder eine steigende Albuminurie. Schreitet die chronische Nierenerkrankung weiter fort, kann eine Dialyse oder sogar eine Nierentransplantation nötig werden

    CKD-Progression:
    Verschlechterung der chronischen Nierenerkrankung, von einem frühen zu einem späten Stadium.

    Compliance:
    Einnahme von Medikamenten gemäß ärztlicher Verordnung.

    Computertomographie (CT):
    Es erstellt mit Hilfe von Röntgenstrahlen detaillierte Querschnittsbilder Ihres Körpers. Sie kann helfen, festzustellen, ob sich der Prostatakrebs auf andere Teile des Körpers ausgebreitet hat.1 Eine CT-Untersuchung kann zur Diagnose von Krankheiten, zur Planung der Behandlung oder zur Feststellung, wie gut die Behandlung anschlägt, eingesetzt werden.

    Cumarine:
    Gerinnungshemmer, die in den Vitamin-K-Stoffwechsel der Leber eingreifen und dadurch die Bildung von Gerinnungsfaktoren blockieren.

    Desoxyribonukleinsäure (Deoxyribonucleic acid, DNA):
    Moleküle tragen die genetische Information in den Zellen und geben sie von einer Generation zur nächsten weiter.

    Diagnose:
    Der Prozess der Identifizierung einer Krankheit, eines Zustands oder einer Verletzung anhand ihrer Anzeichen und Symptome wird als Diagnose bezeichnet. Eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung und Tests wie Bluttests, bildgebende Verfahren und Biopsien können helfen, eine Diagnose zu stellen.

    Dialyse:
    Ein Verfahren, mit dem das Blut von giftigen Stoffen gereinigt wird, wenn die Nieren dazu nicht mehr in der Lage sind.

    Diuretika:
    Durch diese Medikamente scheidet der Körper mehr Wasser aus. Daher nennt man diese Medikamente auch Entwässerungstabletten. Weniger Wasser im Körper entlastet das Herz.

    Dyspnoe:
    Atembeschwerden oder Kurzatmigkeit.

    Echokardiogramm (Echo) oder Ultraschallkardiografie:
    Das Echokardiogramm ist eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) des Herzens. Mit dieser schmerzfreien Untersuchung können Ärztinnen und Ärzte die Struktur und Funktion des Herzens auf einem Bildschirm betrachten – zum Beispiel wie dick die Herzwände sind und wie gut das Herz pumpt.

    eGFR (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate):
    Die geschätzte Filtrationsrate, mit der die Nieren das Blut reinigen und ein Maß für die Nierenfunktion; die eGFR wird normalerweise mithilfe eines Bluttests auf Kreatinin und einer Berechnung ermittelt.

    Ejektions- oder Auswurffraktion:
    Die Blutmenge, die nach jedem Zusammenziehen (Kontraktion) aus der Herzkammer ausgestoßen wird.

    Elektrokardiogramm (EKG):
    Eine Untersuchung des Herzrhythmus mithilfe von Sensoren, die auf die Haut geklebt werden und bei jedem Herzschlag die entstehenden elektrischen Signale erfassen. Ein EKG stellt die elektrischen Signale des Herzschlags in einem Diagramm dar, wichtig für die Diagnose von Herzrhythmusstörungen und anderer Herzkrankheiten.

    Embolie:
    Teilweiser oder vollständiger Verschluss einer Arterie durch mit dem Blut eingeschwemmten Material, z. B. ein Blutgerinnsel (Thrombus).

    Faktor-Xa-Hemmer:
    Gerinnungshemmer, der in Tablettenform eingenommen wird. Durch seine direkte Wirkung kann er in fixer Dosierung eingenommen werden. Eine routinemäßige Kontrolle der Gerinnung ist nicht notwendig.

    Frequenzkontrolle:
    Behandlungsstrategie bei Vorhofflimmern; durch Einnahme von Medikamenten wird die Herzfrequenz auf einen normalen Bereich von 60 und 80 Schlägen pro Minute abgesenkt.

    Gen:
    Ein Gen ist ein Teil der DNA. Die meisten Gene enthalten die Information für die Herstellung eines bestimmten Proteins.

    Gerinnungsfaktor:
    Verschiedene Eiweiße, die im Zusammenspiel für die Blutgerinnung zuständig sind.

    Gerinnungshemmer:
    Medikamente, um die Blutgerinnung zu verringern und damit das Entstehen von Blutgerinnseln zu verhindern.

    Glomeruläre Filtration:
    Der Prozess, bei dem die Nieren das Blut filtrieren.

    Glomeruläre Filtrationsrate:
    Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) ist ein Maß für die Filterleistung der Nieren. Sie gibt an, wie viel Blut pro Minute von den Nieren gefiltert wird, um Abfallprodukte und überschüssige Substanzen aus dem Körper zu entfernen. Die GFR ist ein wichtiger Indikator für die Nierenfunktion und wird verwendet, um festzustellen, wie gut die Nieren arbeiten. Eine niedrige GFR kann auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hinweisen, während eine normale oder hohe GFR auf eine gesunde Nierenfunktion hindeutet. Die GFR wird oft anhand von Bluttests und gelegentlich auch anhand von Urinuntersuchungen gemessen.

    Hämostase:
    Ein lebenswichtiger Prozess; stellt sicher, dass die durch Verletzungen der Blutgefäße entstehenden Blutungen zum Stillstand gebracht werden.

    Harnröhre:
    Die Harnröhre ist die Röhre, durch die der Urin den Körper verlässt.

    Heparin:
    Antikoagulans zur Prävention und Behandlung von Thromboseembolien; Heparin kann subkutan (unter die Haut) oder intravenös (in die Vene) gespritzt werden.

    Herzinsuffizienz (Herzschwäche):
    Eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) liegt vor, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, genügend Blut durch den Körper zu pumpen, um die Bedürfnisse des Körpers zu erfüllen. Symptome können Atemnot, Müdigkeit und Schwellungen in den Beinen sein.

    Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF):
    Wenn sich die linke Herzkammer nicht stark genug zusammenzieht und so den Körper nicht mit genug Blut versorgen kann.

    Herzinsuffizienz-Dekompensation:
    Wenn sich die Symptome der Herzinsuffizienz (akut) stark verschlechtern und eine zusätzliche Behandlung im Krankenhaus erforderlich ist.

    Herzklappenfehler:
    Schädigung einer der vier Herzklappen, sodass Richtung und Druck des fließenden Bluts gestört werden.

    Herzrhythmusstörungen:
    Störungen des Herzschlags, das Herz gerät aus dem Takt und es können lebensgefährliche Blutgerinnsel entstehen.

    Hypertonie:
    Bluthochdruck. Das Herz muss mehr arbeiten, um die Blutversorgung des Körpers zu sichern.

    Hypertrophie:
    Vergrößerung oder Verdickung des Herzmuskels, was dem Herz die Blutversorgung des Körpers erschweren kann.

    Hypotonie:
    Niedriger Blutdruck. Ist der Blutdruck zu niedrig, gelangt zu wenig sauerstoffreiches Blut in die Organe, Muskeln und andere Bereiche des Körpers. Ein niedriger Blutdruck kann eine Folge der Herzinsuffizienz sein, aber auch von falsch dosierten Medikamenten.

    INR-Wert:
    Internationalisierter normalisierter Ratio – Wert, der die Gerinnungsfähigkeit des Blutes klassifiziert. Besitzt nur für Vitamin-K-Antagonisten Aussagekraft. Früher Quick-Wert genannt. Ein INR-Wert von 2-3 ist ideal zur Schlaganfall-Prophylaxe mit Vitamin-K-Antagonisten.

    Ischämischer Schlaganfall:
    Schlaganfall in Folge einer unterbrochenen Blutversorgung des Gehirns (z.B. durch einen Gefäßverschluss).

    Kardiale Transthyretin-Amyloidose (ATTR-CM):
    TTR-Amyloidose, 
    bei der sich die Amyloide vor allem im Herzmuskel 
    ablagern und die Herzfunktion beeinträchtigen.

    Kardiomyopathie:
    Kardiomyopathie ist der medizinische Begriff für Erkrankungen des Herzmuskels, bei denen der Herzmuskel dicker, größer oder steifer ist als normal. Dadurch ist es für das Herz schwieriger, das Blut durch den Körper zu pumpen. Die ATTR-CM ist eine besondere Form der Kardiomyopathie, die durch TTR-Amyloidose entsteht.

    Kardioversion:
    Medikamentöse oder elektrische Therapie bei Vorhofflimmern; eine gezielte Anzahl elektrischer Stöße wird ans Herz weitergeleitet, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen.

    Karpaltunnelsyndrom:
    Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Erkrankung, bei der ein Nerv im Handgelenk eingeklemmt wird. Dies führt zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Kribbeln in der Hand. Bei ATTR-CM kann ein Karpaltunnelsyndrom eines der ersten Anzeichen der Erkrankung sein.

    Kastration:
    Als Kastration bezeichnet man die Entfernung männlicher Hormone, die von den Hoden gebildet werden, mit Hilfe von Medikamenten (chemische Kastration) oder einer Operation (operative Kastration).

    Katheterablation:
    Operatives Verfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, bei dem ein Katheter in das Herz eingeführt wird, um die Weiterleitung fehlerhafter elektrischer Impulse zu unterbrechen.

    Knochenszintigraphie:
    Knochenszintigraphie wird durchgeführt, um festzustellen, ob der Prostatakrebs die Knochen erreicht hat. Wenn sich Prostatakrebs auf entfernte Teile des Körpers ausbreitet, erreicht er oft zuerst die Knochen. Bei dieser Untersuchung wird radioaktives Material und eine Spezialkamera verwendet, um Bilder von Ihrem Skelett zu machen. Das radioaktive Material sammelt sich in den Knochenmetastasen und wird von einem Scanner (einer Spezialkamera, die Bilder vom Körperinneren macht) erfasst. 

    Kompressionstherapie:
    Durch Druck wird der Durchmesser der Venen verengt und damit wird die Pumpfunktion unterstützt. Kann auch als Thrombose-Prophylaxe auf Reisen geeignet sein.

    Koronare Herzkrankheit (KHK):
    Wenn sich in den Arterien, die das Herz mit Blut versorgen, Cholesterin- und Fettablagerungen bilden (Atherosklerose) und sie sich dadurch versteifen und verengen. KHK ist die häufigste Herzkrankheit.

    Kreatinin:
    Kreatinin ist ein Abbauprodukt, das durch den Abbau von Kreatin entsteht, einer Substanz, die in den Muskeln vorkommt. Der Körper produziert ständig Kreatinin, das dann über die Nieren aus dem Blut gefiltert und über den Urin ausgeschieden wird. Die Kreatininausscheidung im Urin und die Konzentration im Blut sind wichtige Indikatoren für die Nierenfunktion. Wenn die Nieren nicht richtig arbeiten, kann sich die Kreatininkonzentration im Blut erhöhen, was auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hinweisen kann. 

    Lebertransplantation:
    Eine Lebertransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die erkrankte Leber durch eine gesunde Spenderleber ersetzt wird. 

    Lungenembolie:
    Blockade eines Blutgefäßes in der Lunge durch einen Thrombus. Eine Lungenembolie kann lebensgefährlich sein und sogar zum Tod führen.

    Magnetresonanztomographie (MRT):
    Die Magnetresonanztomographie (MRT) erstellt mithilfe von Radiowellen und starken Magneten detaillierte Bilder von Weichteilen (Muskeln, Fett usw.) im Körper. MRT-Scans können medizinischen Fachkräften ein sehr klares Bild der Prostata und der umliegenden Bereiche liefern. Diese Bilder können den Unterschied zwischen normalem und krankem Gewebe darstellen. Die MRT liefert bessere Bilder von Organen und Weichteilen als andere Scanverfahren wie CT oder Röntgenaufnahmen.

    Metastasierung:
    Metastasierung bedeutet, dass sich der Krebs von seinem Entstehungsort aus ausgebreitet hat. Der Krebs breitet sich beispielsweise von der Prostata auf die Knochen oder Lymphknoten aus. 

    Monomere:
    Monomere sind einzelne Teilchen, die mit anderen gleichen Teilchen größere Strukturen bilden. Ein Beispiel für so eine Struktur ist das Protein Transthyretin (TTR). Es besteht aus einer stabilen Verbindung vier einzelner Monomere. Wenn solche Strukturen auseinanderfallen, entstehen einzelne Monomere. Diese können sich falsch zusammenfalten und zu Fäden – den Amyloid-Fibrillen – zusammenlegen. Diese Fäden wiederum bilden schädliche Ablagerungen, die man Amyloide nennt.

    Mutation / Genmutation:
    Eine (Gen-)Mutation ist eine dauerhafte Veränderung im Erbgut. Hat die Mutation einen genetischen (erblichen) Ursprung, kann sie von Eltern an deren Kinder weitergegeben werden. Bei der erblichen Form der TTR-Amyloidose (der sogenannten ATTRv-Amyloidose) führt eine solche Mutation dazu, dass der Körper das Protein TTR fehlerhaft produziert.

    Myokard:
    Mittlere Schicht der Herzwände, bestehend aus Muskel.

    Myokardinfarkt:
    Absterben von Teilen des Herzmuskels auf Grund einer Durchblutungsstörung, z.B. durch eine Atherothrombose.

    Neuropathie:
    Als Neuropathie bezeichnet man eine Schädigung der Nerven, die zu Symptomen wie Schmerzen, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schwäche führen kann. Bei der TTR-Amyloidose können Empfindungsstörungen auftreten, wenn Amyloide die Nervenfunktion beeinträchtigen.

    Ödem:
    Flüssigkeitseinlagerung im Körper, die oft zu Schwellungen führt.

    Paroxysmales Vorhofflimmern:
    Kurzes, anfallsartig auftretendes Vorhofflimmern.

    Permanentes Vorhofflimmern:
    Dauerhaft anhaltendes Vorhofflimmern.

    Persistierendes Vorhofflimmern:
    Lang anhaltendes Vorhofflimmern.

    Polyneuropathie (PN):
    Polyneuropathie (PN) ist eine Erkrankung der Nerven, die mehrere Nerven bzw. Extremitäten und symmetrisch beide Körperseiten betrifft. Sie kann sowohl die Nerven in Armen und Beinen als auch die Nerven der inneren Organe schädigen. Dies kann zu Gefühlsstörungen, Schmerzen oder Bewegungsproblemen führen.

    Positronen-Emissions-Tomographie (PET):
    Bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) wird ein spezieller Farbstoff, ein Tracer, verwendet, der radioaktive Glukose enthält. Der Tracer wird in das Blut gespritzt und kann dann mit einer speziellen Kamera nachgewiesen werden, damit Ihr Arzt sehen kann, wie gut Ihre Organe funktionieren. Da Krebszellen oft mehr Glukose verbrauchen als normale Zellen, können die Bilder verwendet werden, um Krebszellen im Körper zu finden.

    Postthrombotisches Syndrom:
    Folgeerkrankung einer Thrombose.

    Prophylaxe:
    Vorbeugung, Krankheitsverhütung.

    Prostata:
    Prostata ist eine Drüse im männlichen Fortpflanzungssystem. Die Prostata befindet sich direkt unter der Blase und produziert eine Flüssigkeit, die Teil der Samenflüssigkeit ist.

    Prostata-spezifisches Antigen:
    Prostata-spezifisches Antigen oder PSA ist ein Protein, das von der Prostata produziert und im Blut gefunden wird. Der PSA-Wert kann bei Männern mit Prostatakrebs oder anderen Prostataproblemen, wie der gutartigen Prostatahyperplasie (BPH), höher als normal sein.

    Prostata-spezifisches Membranantigen (PSMA)-PET-Scan:
    Prostata-spezifisches Membranantigen (PSMA)-PET-Scan ist ein bildgebendes Verfahren, das zum Auffinden von Prostatakrebszellen im Körper eingesetzt wird. Es handelt sich um eine Art PET-Scan, bei dem ein spezieller Tracer verwendet wird, der sich an besondere Proteine (Eiweiße) auf Prostatakrebszellen anlagert. Diese Proteine finden sich oft in großen Mengen auf Prostatakrebszellen. Ein PET-Scanner erkennt hohe Konzentrationen des radioaktiven Moleküls und zeigt, wo sich die Prostatakrebszellen im Körper befinden. Ein PSMA-PET-Scan kann helfen, Prostatakrebs zu diagnostizieren, der möglicherweise wieder aufgetreten ist oder sich auf andere Körperteile ausgebreitet hat. Er kann auch zur Planung der Behandlung eingesetzt werden.

    Protein:
    Ein Protein (Eiweiß) ist ein Molekül, das aus Aminosäuren besteht. Proteine werden vom Körper benötigt, um richtig zu funktionieren. Sie bilden die Grundlage für Körperstrukturen wie Haut und Haare und für andere Substanzen wie Enzyme, Zytokine und Antikörper.

    Quick-Wert:
    Veraltet für INR-Wert zur Einteilung der Blutgerinnungsfähigkeit des Blutes.

    Rasselgeräusche:
    Sie entstehen durch Flüssigkeit in den Lungen und sind beim Atmen in den Lungen hörbar.

    Rektum:
    Rektum ist das untere Ende des Darms, das mit dem Anus verbunden ist, und liegt direkt hinter der Prostata.

    Rezidiv:
    Erneutes Auftreten einer Krankheit (Rückfall).

    Rhythmuskontrolle:
    Medikamentöse Therapie des Vorhofflimmerns mit dem Ziel, den normalen Sinusrhythmus wieder herzustellen.

    Rivaroxaban:
    Faktor-Xa-Inhibitor; Wirkstoff zur Gerinnungshemmung.

    Schlaganfall:
    Lebensgefährlicher Verschluss von Blutgefäßen im Gehirn.

    Screening:
    Screening ist die Untersuchung auf Krankheiten, wenn noch keine Symptome vorhanden sind. Da bei der Vorsorgeuntersuchung Krankheiten in einem frühen Stadium entdeckt werden können, besteht eine bessere Chance, die Krankheit zu heilen. Beispiele für Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sind die Mammografie (für Brustkrebs), die Koloskopie (für Darmkrebs) sowie der Pap-Test und HPV-Tests (für Gebärmutterhalskrebs). Das Screening kann auch Gentests umfassen, um das Risiko für die Entwicklung einer Erbkrankheit zu ermitteln.

    sGC-Stimulatoren:
    Sie stimulieren eine wichtige Substanz im Körper, die für die gesunde Funktion der Blutgefäße bedeutsam ist. Die sGC-Aktivität kann bei Patienten mit sich verschlechternder chronischer Herzinsuffizienz gestört sein.

    Sinusknotenhemmer:
    Diese Medikamente verlangsamen den Herzschlag.

    Sinusrhythmus:
    Normaler Herzrhythmus, der die Pumpfunktion des Herzens steuert.

    Stadium:
    Das Stadium bezeichnet das Ausmaß einer Krebserkrankung im Körper. Die Stadieneinteilung (staging) basiert in der Regel auf der Größe des Tumors, darauf, ob Lymphknoten Krebs enthalten, und darauf, ob sich der Krebs von der ursprünglichen Stelle auf andere Teile des Körpers ausgebreitet hat.

    Stent:
    Medizinisches Implantat zur Unterstützung der Blutgefäße.

    Synkope:
    Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit, weil das Gehirn nicht mit Blut versorgt wird.

    Szintigraphie:
    Die Szintigraphie ist eine bildgebende Untersuchung. Dabei werden schwach radioaktive Substanzen in den Körper gegeben, welche sich in verschiedenen Organen und Geweben vorübergehend einlagern. Die von den Substanzen abgegebene Strahlung wird gemessen und liefert Hinweise auf die Stoffwechselaktivität und Durchblutung. Bei ATTR-CM kann diese Untersuchung die Diagnose ohne Gewebeentnahme ermöglichen. Die Strahlenbelastung ist dabei sehr gering.

    Testosteron:
    Testosteron ist ein Hormon, das hauptsächlich in den Hoden (Teil des männlichen Fortpflanzungssystems) gebildet wird. Es wird für die Entwicklung und Aufrechterhaltung männlicher Geschlechtsmerkmale wie Gesichtsbehaarung, tiefe Stimme und Muskelwachstum
    benötigt. Testosteron kann auch im Labor hergestellt werden und wird zur Behandlung bestimmter Erkrankungen eingesetzt.

    Teststreifen:
    Ein chemisch behandelter Trägerstreifen, mit dem der Urin auf Auffälligkeiten untersucht werden kann. Damit lassen sich Erkrankungen wie Diabetes, Nierenerkrankungen oder Harnwegsinfektionen erkennen und entsprechend behandeln.

    Tetramere:
    Tetramere sind Teilchen, die aus vier verbundenen einzelnen Teilchen bestehen, den Monomeren. Transthyretin (TTR) etwa ist ein Tetramer, das hauptsächlich in der Leber produziert wird.

    Thrombin:
    Enzym, das die Blutgerinnung steuert.

    Thrombin-Inhibitoren:
    Medikamente, die Thrombin hemmen.

    Thromboembolie:
    Entsteht durch einen verschleppten Thrombus, der sich an anderer Stelle gebildet hat und mit dem Blutstrom migrieren wurde, verursachter Gefäßverschluss. Thromboembolien finden häufig in den Becken- und Beckenvenen, aber auch in den Herzohren infolge von Vorhofflimmern, statt.

    Thrombose:
    Gefäßerkrankung tritt ein, wenn sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß bildet und dieses dadurch verstopft.

    Thrombose-Prophylaxe:
    Alle Maßnahmen einschließlich der medikamentösen, um eine Thrombose zu verhindern.

    Thrombus:
    Auch Blutgerinnsel genannt. Das Blut verklumpt sich. Diese Verklumpung ist gefährlich, weil sie die Blutversorgung stören kann.

    Tiefe Beinvenenthrombose:
    Thrombosen in einer Vene, die die Venenklappen dauerhaft schädigen können und zur Embolie führen können.

    Transrektaler Ultraschall (TRUS):
    Transrektaler Ultraschall (TRUS) ist ein bildgebender Test, bei dem eine kleine, etwa fingerdicke Sonde eingefettet und in Ihr Rektum eingeführt wird. Die Sonde sendet Schallwellen aus, die in die Prostata eindringen und Echos erzeugen. Die Sonde nimmt die Echos auf, und ein Computer wandelt sie in ein Schwarz-Weiß-Bild der Prostata um. Mit der TRUS-Untersuchung wird nach Anomalien im Rektum und in den umliegenden Strukturen, einschließlich der Prostata, gesucht. Es wird auch endorektaler Ultraschall genannt.

    Transthyretin (TTR):
    Transthyretin (kurz TTR) ist ein Protein, das größtenteils von der Leber hergestellt wird. Seine Aufgabe ist es, bestimmte Hormone und Vitamine durch den Körper zu transportieren. Normalerweise liegt dieses Protein in einer stabilen Form vor, die als Tetramer bezeichnet wird. Das bedeutet, dass es aus 4 Monomeren besteht. Bei Patienten mit TTR-Amyloidose sind diese Tetramere jedoch instabil und zerfallen in die 4 Monomere. Diese können sich dann falsch zusammenfalten und zu Fäden, den Amyloid-Fibrillen, zusammenlegen.

    TTR-Amyloidose (Transthyretin-Amyloidose):
    Die Transthyretin-Amyloidose (kurz: TTR-Amyloidose) gehört zu den systemischen Amyloidosen. Dabei zerfällt das das überwiegend in der Leber produzierte, wichtige Protein Transthyretin (TTR), wodurch sich Amyloide an unterschiedlichen Stellen im Körper und in verschiedenen Organen ablagern können.

    TTR-Silencer:
    TTR-Silencer sind Medikamente, die dafür sorgen, dass weniger TTR-Protein gebildet wird. Dadurch können weniger TTR-Tetramere zerfallen und folglich auch weniger schädliche Ablagerungen im Körper entstehen.

    TTR-Stabilisatoren:
    TTR-Stabilisatoren erhalten einen Großteil des wichtigen TTR-Proteins in seiner ursprünglichen Form. Es entstehen weniger schädliche Ablagerungen im Körper und am Herzen. Zudem steht das TTR-Protein weiter für seine natürlichen Aufgaben zur Verfügung.

    Typ-2-Diabetes (T2D):
    Eine Erkrankung, bei der der Körper nicht mehr ausreichend auf das von ihm produzierte Insulin anspricht und daher den Blutzuckerspiegel nicht mehr kontrollieren kann.

    UACR-Test (Albumin-Kreatinin-Verhältnis):
    Eine Laboruntersuchung des Urins, mit der gemessen wird, wie viel Albumin im Verhältnis zum Kreatinin aus dem Körper ausgeschieden wird; dies ist die genaueste Methode, um eine Albuminurie festzustellen und mögliche Nierenschäden frühzeitig zu erkennen

    Veneninsuffizienz:
    Medizinischer Fachbegriff für Venenschwäche mit Venenklappenstörungen.

    Venenschwäche:
    Tritt meist in den Beinen auf. Damit bezeichnet man die gestörte Pumpfunktion der Venenklappen durch die Weitung des Venendurchmessers.

    Vitamin-K-Antagonisten (VKA):
    Seit den 1950er Jahren eingesetzte unselektive Gerinnungshemmer, die in Tablettenform eingenommen werden konnten; wichtige Vertreter sind die Wirkstoffe Warfarin und Phenprocoumon. Im Gegensatz zu Faktor Xa Hemmer bieten sie eine Messbarkeit durch die Weitung des Venendurchmessers.

    Vorhofflimmern:
    Häufigste Herzrhythmusstörung. Das Herz kommt aus dem Takt und die Pumpfunktion des Herzens ist gestört. Es können Blutgerinnsel entstehen; häufige Folge sind Schlaganfall durch Thrombose; Herzschwäche als Folge des schnelleren Herzschlags.