Lynkuet® (Elinzanetant)
- erste duale auf Neurokinin-Rezeptoren ausgerichtete Therapie (NKT) für Patientinnen mit moderaten bis schweren Hitzewallungen und Nachtschweiß mit Verbesserung von Schlafstörungen * — für mehr Lebensqualität * in den Wechseljahren
- relevante nicht hormonelle Therapieoption für Patientinnen, für die eine Hormontherapie nicht infrage kommt
- auch für Patientinnen unter adjuvanter endokriner Therapie bei Brustkrebs
Zugelassene Anwendungsgebiete
Lynkuet® wird angewendet zur Behandlung
- die mit der Menopauseassoziiert sind oder
- die durch eine adjuvante endokrine Therapie (AET) im Zusammenhang mit Brustkrebsverursacht wurden.
Warum Elinzanetant?
Warum Elinzanetant?
Erste duale, auf Neurokinin(NK)‑3- und NK‑1‑Rezeptoren gerichtete Therapie (NKT)
Nicht‑hormonelle Option an zentralen Regulationsmechanismen
Klinisch relevante Reduktion# von Häufigkeit und Schwere moderater bis schwerer VMS
Verbesserung von Schlafstörungen (PROMIS SD‑SF‑8b, T‑Score)*
Verbesserung der Lebensqualität (MENQOL)*
Schnelle und anhaltende Wirkung
Einmal täglich abends orale Einnahme
Wirksam auch bei Patientinnen unter adjuvanter endokriner Therapie (AET)
Vasomotorische Symptome (VMS) sind das zentrale klinische Leitsymptom der Menopause. Neben der Häufigkeit einzelner Episoden stellen insbesondere die Intensität der Hitzewallungen sowie deren nächtliches Auftreten (Nachtschweiß) eine erhebliche Belastung dar. Zudem können sich Schlafstörungen, die sowohl eng mit VMS assoziiert sind als auch unabhängig von VMS auftreten können, erheblich auf Leistungsfähigkeit, kognitive Funktionen und Lebensqualität auswirken.
Zahlreiche Studien zeigen, dass diese Beschwerden bei einem relevanten Anteil der Patientinnen über mehrere Jahre persistieren können. Obwohl die menopausale Hormontherapie eine wirksame Behandlungsoption darstellt, ist sie aufgrund von Kontraindikationen, unerwünschten Wirkungen oder individueller Ablehnung nicht für alle Patientinnen geeignet. Daraus ergibt sich ein anhaltender medizinischer Bedarf an wirksamen, sicheren und hormonfreien Therapieoptionen.
Klinische Evidenz – auf einen Blick
OASIS‑1 & OASIS‑2 (natürliche Menopause):
Die randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien OASIS‑1 und OASIS‑2 untersuchten Elinzanetant bei postmenopausalen Frauen mit moderaten bis schweren VMS.
- Statistisch signifikante Reduktion der Häufigkeit moderater bis schwerer VMS gegenüber Placebo (Abb. 1)
- Schneller Wirkungseintritt mit signifikanter Symptomreduktion bereits ab Woche 1
- Reduktion der VMS‑Häufigkeit um bis zu 65 % nach 12 Wochen unter Elinzanetant vs. 42 % unter Placebo
- Anhaltende Effektivität bis Behandlungsende nach 26 Wochen
- Klinisch relevante Verbesserung schlafbezogener Beschwerden (PROMIS SD‑SF‑8b)* (Abb. 2)
- Signifikante Verbesserung der Menopause‑spezifischen Lebensqualität (MENQOL)*
OASIS-1: Elinzanetant reduzierte die Häufigkeit von moderaten/ schweren VMS in Woche 4 und 12 im Vergleich zu Placebo signifikant

a Diejenigen, die in den ersten 12 Wochen Placebo erhielten, wechselten für den Rest der Studie auf Elinzanetant;
b Differenz der LS-Mittelwerte vs. Placebo; c wichtiger sekundärer Endpunkt;

a Diejenigen, die in den ersten 12 Wochen Placebo erhielten, wechselten für den Rest der Studie auf Elinzanetant;
b Differenz der LS-Mittelwerte vs. Placebo
OASIS‑3 (Langzeitstudie)
OASIS‑3 ergänzte die Evidenzbasis durch eine bis zu 52‑wöchige Untersuchung in einer breiten Population ohne Mindestanforderung an die VMS‑Häufigkeit zu Studienbeginn.
- Anhaltende Reduktion der täglichen VMS‑Häufigkeit und -Schwere über ein Jahr (Abb. 3)
- Nachhaltige Verbesserungen von Schlafstörungen und Lebensqualität
- Kein Hinweis auf Endometriumhyperplasie, klinisch relevante Hepatotoxizität oder relevante Veränderungen der Knochendichte
- Bestätigung der guten Verträglichkeit
Veränderung des mittleren täglichen VMS-Schweregrads gegenüber dem Ausgangswert über ein Jahr

Explorativer Endpunkt; die Wochen 49 und 50 waren die letzten Zeitpunkte, zu denen das tägliche VMS-Tagebuch erfasst wurde
OASIS‑4 (Brustkrebspatientinnen unter AET)
Patientinnen mit moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen unter adjuvanter endokriner Therapie (Tamoxifen oder Aromatasehemmer ± GnRH‑Analoga)
- Reduktion der VMS‑Häufigkeit gegenüber Placebo - bereits ab Woche 1 (Abb. 4)
- Deutliche Verbesserung der Schlafstörung (PROMIS SD‑SF‑8b)* (Abb. 5)
- Verbesserung der Menopause‑spezifischen Lebensqualität (MENQOL)*
OASIS-4: Elinzanetant reduzierte die Häufigkeit von moderaten bis schweren VMS in Woche 4 und 12 im Vergleich zu Placebo signifikant

a Diejenigen, die in den ersten 12 Wochen Placebo erhielten, wechselten für den Rest der Studie auf Elinzanetant;
b mittlere Veränderung gegenüber dem Ausgangswert; c Differenz der LS-Mittelwerte vs. Placebo.

a Diejenigen, die in den ersten 12 Wochen Placebo erhielten, wechselten für den Rest der Studie auf Elinzanetant;
b mittlere Veränderung gegenüber dem Ausgangswert; c Differenz der LS-Mittelwerte vs. Placebo.
Sicherheit:
- Insgesamt gut verträgliches Sicherheitsprofil: Die Gesamtinzidenz von Nebenwirkungen unter Elinzanetant weitgehend vergleichbar mit Placebo; die meisten Ereignisse waren mild bis moderat ausgeprägt
- Niedrige Rate schwerwiegender Nebenwirkungen: Schwere unerwünschte Ereignisse waren selten (≈2–4 %)
- Wenige Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen
- Langzeitanwendung unterstützt: Über 52 Wochen blieb das Sicherheitsprofil stabil
- Mehr als 90 % der Patientinnen der OASIS-4 Studie, die 1 Jahr abgeschlossen hatten, entschieden sich für die optionale Verlängerung – ein indirekter Hinweis auf gute Langzeitverträglichkeit
- Keine relevante hepatotoxische Signatur: Transaminasenerhöhungen kamen vor, erfüllten jedoch keine Hy’s-Law-Kriterien; alle Fälle waren reversibel und überwiegend durch alternative Ursachen erklärbar. Das externe Liver Safety Monitoring Board sah kein relevantes Hepatotoxizitäts-Signal
- Kein substanzspezifisches Endometrium‑Risikosignal; beobachtete Befunde in OASIS‑4 sind durch die begleitende endokrine Therapie erklärbar
- Sowohl in OASIS-3 als auch der empfindlichsten Population (OASIS‑4) zeigt Elinzanetant kein onkologisches Sicherheitssignal (Langzeit‑onkologische Endpunkte waren jedoch nicht Studienziel)
- Keine klinisch relevanten Veränderungen der Biomarker für den Knochenumsatz oder der Rate klinisch relevanter Knochenereignisse
- Über alle OASIS‑Studien hinweg war Elinzanetant gewichtsneutral und ohne erkennbares metabolisches Risikoprofil
Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 5 %) in klinischen Studien waren:
Kopfschmerzen (7,8 %), Erschöpfung (5,0 %)
Erschöpfung (14,2 %), Schläfrigkeit (9,5 %), Diarrhö (7,1 %), Depression/depressive Verstimmung (6,2 %), Muskelspasmen (5,2 %)
* Schlafstörungen und Lebensqualität wurden mittels PROMIS-SD-SF 8b bzw. MenQol erfasst und zeigten beide als wichtige sekundäre Endpunkte in den zulassungsrelevanten Studien OASIS-1, -2 und -4 [Pinkerton et al. 2024, Cardoso et al. 2025] nach 12 Wochen eine statistisch signifikante Verbesserung.
# ACOG Practice Bulletin No. 141: management of menopausal symptoms.[corrected & reaffirmed 2018]. Obstet Gynecol 2014; 123(1):202–216
KI: Konfidenzintervall; VMS, vasomotorische Symptome.
KI: Konfidenzintervall; PROMIS SD SF 8b, Patient-Reported Outcomes Measurement Information System Sleep Disturbance Short Form 8b
Pbo: Placebo