Ansätze für den umweltgerechten Umgang mit Kontrastmittel in der Radiologie
Datum: | 24.11.2025 |
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Journal: | Cardiovasc Intervent Radiol (2025) 48:1395–1400 |
Titel: | Sustainability in the Interventional Radiology Suite: Environmental and Financial Implications |
Autor: | Patrick Cooper et al. |
Nach diagnostischer oder interventioneller Bildgebung wird nicht verwendetes Kontrastmittel noch zu oft verworfen. Das erhöht die Kosten für die radiologische Einrichtung und kann auch die Umwelt unnötig belasten.
Patrick Cooper, interventioneller Radiologe am University Hospital Waterford, Irland, und Kolleg:innen formulieren im Journal ‘CardioVascular and Interventional Radiology’ Empfehlungen für nachhaltiges Arbeiten in der interventionellen Radiologie. Für den nachhaltigen Umgang mit iodhaltigem Kontrastmittel sehen sie drei zentrale Ansätze.
Benötigte Kontrastmittelmenge vorab ermitteln
Das Personal in der Radiologie sollte lernen (soweit noch nicht der Fall), vor einer Untersuchung die dafür benötigte Menge iodhaltigen Kontrastmittels möglichst präzise zu errechnen und dann auch nicht mehr als diese Menge einzusetzen. Mit solch personalisierten Protokollen lässt sich Kontrastmittel sparen, ohne die diagnostische Qualität der Untersuchung zu beeinträchtigen – das entlastet Budget und Umwelt.
Verbliebenes Kontrastmittel verwenden
Übrig gebliebenes Kontrastmittel sollte weiter verwendet werden, sofern dies allen regulatorischen und Sicherheitsanforderungen genügt. Das betrifft zum Beispiel Kontrastmittel, das in Spritzen oder Kontrastmittelflaschen verblieben ist. Das radiologische Personal sollte damit vertraut sein, in welchen Fällen verbliebenes Kontrastmittel für eine weitere Verwendung in Betracht kommt.
Kontrastmittelreste umsichtig entsorgen
Übrig gebliebenes Kontrastmittel, das nicht mehr verwendet werden darf, sollte nicht einfach im Klinikabfall landen. Recycling-Programme wie das re:contrast-Programm von Bayer sorgen dafür, dass Produktreste von iodhaltigem Kontrastmittel von der Radiologie zurückgehen an den Hersteller. So wird die Belastung des Wasserkreislaufs durch Iod aus medizinischer Anwendung reduziert und die wertvolle Umweltressource Wasser geschont.