Expertenmeinung Dr. Wuttke

Welche Bedeutung hat ein ganzheitlicher Behandlungsansatz bei Herzinsuffizienz?

Eine frühzeitige Diagnose und ein ganzheitlicher Behandlungsansatz sind bei Herzinsuffizienz von besonderer Bedeutung. Dabei gilt es, nicht nur die Erkrankung selbst, sondern die gesamte gesundheitliche Situation von Patientinnen und Patienten in den Blick zu nehmen. Dr. med. Ulrich Wuttke (Parkkardiologie Stahnsdorf) erläutert, warum dieser holistische Behandlungsansatz für das Management von Herzinsuffizienz relevant ist. 

Insbesondere bei einer Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion (HFpEF) können Begleiterkrankungen Einfluss auf Diagnose und Behandlung nehmen. Häufig treten beispielsweise Bluthochdruck, chronische Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus oder starkes Übergewicht auf. Diese Nebendiagnosen frühzeitig zu erkennen und bei der Wahl der geeigneten Behandlung zu berücksichtigen, ist daher ein zentraler Bestandteil einer ganzheitlichen Versorgung. 

Heutzutage stehen für die Therapie der Herzinsuffizienz mehrere zugelassene und in der Praxis etablierte Therapieoptionen zur Verfügung, sodass die Erkrankung in vielen Fällen gut behandelt werden kann. Eine frühzeitige Diagnose schafft die Voraussetzung dafür, rechtzeitig eine geeignete, leitliniengerechte Therapie einzuleiten und den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen.