Die Behandlung der HFpEF verfolgt mehrere Ziele: Beschwerden wie Luftnot und Ödeme sollen gelindert, die körperliche Belastbarkeit verbessert und weitere Verschlechterungen oder Krankenhausaufenthalte möglichst vermieden werden. Da HFpEF häufig mit Begleiterkrankungen wie Hypertonie, Adipositas, Typ-2-Diabetes, Vorhofflimmern oder chronischer Nierenerkrankung einhergeht, besteht die Therapie meist aus mehreren Bausteinen und wird individuell an das jeweilige Risikoprofil angepasst.
Ein wichtiger Bestandteil ist die nicht-medikamentöse Behandlung. Dazu gehören regelmäßige ärztliche Kontrollen, eine an die Belastbarkeit angepasste Bewegung, Rauchstopp, eine herzgesunde Ernährung sowie das Beobachten von Gewicht, Blutdruck und Symptomen. Diese Maßnahmen können helfen, den Verlauf der Erkrankung besser zu kontrollieren und Warnzeichen einer Verschlechterung frühzeitig zu erkennen.
Auch die konsequente Behandlung von Begleiterkrankungen ist zentral. Ein gut eingestellter Blutdruck, die Therapie von Rhythmusstörungen, ein strukturiertes Diabetes- und Gewichtsmanagement sowie die regelmäßige Kontrolle von Nierenfunktion und Kaliumwerten können dazu beitragen, das Herz-Kreislauf-System zu entlasten und Therapieentscheidungen sicher zu begleiten.
Medikamentös rücken bei HFpEF heute vor allem zwei moderne Therapiesäulen in den Fokus: SGLT2-Hemmer und nicht-steroidale Mineralokortikoid-Rezeptorantagonisten (nsMRA). Beide Wirkstoffklassen setzen an unterschiedlichen krankheitsrelevanten Mechanismen an und können sich dadurch ergänzen: SGLT2-Hemmer wirken unter anderem über Effekte auf Stoffwechsel, Niere und Herz-Kreislauf-System, während nsMRA die Überaktivierung des Mineralokortikoid-Rezeptors adressieren und damit entzündliche sowie fibrotische Prozesse beeinflussen können. Besonders in Kombination können sich die verschiedenen Therapieansätze gegenseitig ergänzen. Welche Behandlung im Einzelfall am besten geeignet ist, sollte individuell mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Wichtig ist: Die Therapie sollte immer ärztlich geplant, regelmäßig überprüft und bei Veränderungen von Symptomen, Nierenfunktion, Blutdruck oder Kaliumwerten angepasst werden. Gerade bei HFpEF ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz entscheidend, weil Symptome, Begleiterkrankungen und individuelle Belastbarkeit eng miteinander verbunden sind.



