
Risiken kennen. Schlaganfälle vermeiden.
Studien zufolge lassen sich 90,7 % aller Schlaganfälle auf zehn veränderbare Risikofaktoren zurückführen.
Mit gesundem Lebensstil und guter medizinischer Versorgung ließen sich viele Schlaganfälle verhindern.

Risikofaktoren für einen weiteren Schlaganfall
Nach einem Schlaganfall ist es besonders wichtig, mögliche Risikofaktoren zu erkennen und gezielt zu behandeln. Einige lassen sich medizinisch gut beeinflussen, andere können Sie durch Veränderungen im Alltag mit beeinflussen. Beides kann dazu beitragen, das Risiko für einen weiteren Schlaganfall zu senken.

Medizinische Risikofaktoren behandeln
Zu den wichtigen behandelbaren Risikofaktoren gehören Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes und bestimmte Herzerkrankungen. Lassen Sie diese regelmäßig kontrollieren und nehmen Sie verordnete Medikamente wie mit Ihrem Behandlungsteam besprochen ein. Welche Zielwerte und Behandlungen für Sie sinnvoll sind, richtet sich nach Ihrer persönlichen Situation.

Ausgewogen ernähren
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Gesundheit von Herz und Gefäßen. Empfehlenswert sind unter anderem viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukte und geeignete Eiweißquellen. Salz, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel sollten möglichst reduziert werden.

So aktiv wie möglich bleiben
Regelmäßige Bewegung kann das Risiko für einen erneuten Schlaganfall senken und gleichzeitig Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit fördern. Welche Art und Intensität der Bewegung für Sie geeignet sind, hängt auch von möglichen Folgen des Schlaganfalls ab. Besprechen Sie dies bei Bedarf mit Ihrem Behandlungsteam oder Ihrer Physiotherapie. Als langfristige Orientierung werden häufig etwa 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche empfohlen – sofern dies für Sie möglich und medizinisch sinnvoll ist.

Nicht rauchen
Rauchen erhöht das Risiko für einen weiteren Schlaganfall. Ein Rauchstopp gehört deshalb zu den wirksamsten Maßnahmen, um Herz und Gefäße zu schützen. Beratung, Rauchstopp-Programme und weitere Unterstützungsangebote können dabei helfen.

Alkohol möglichst vermeiden oder reduzieren
Alkohol kann unter anderem den Blutdruck erhöhen und damit das Schlaganfallrisiko beeinflussen. Trinken Sie daher möglichst wenig Alkohol – oder verzichten Sie ganz darauf.

Auf Schlaf und Erholung achten
Ausreichender und erholsamer Schlaf ist auch nach einem Schlaganfall wichtig. Viele Erwachsene benötigen etwa 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht. Wenn Sie stark schnarchen, Atemaussetzer bemerken oder tagsüber ungewöhnlich müde sind, sollten Sie dies ärztlich ansprechen, da Schlafstörungen nach einem Schlaganfall relevant sein können.
