Prostatakarzinom: Aktuelle Daten zur Kombinationstherapie sowie Update zur S3-Leitlinie

Die S3-Leitlinie Prostatakarzinom enthält in der Version 8.1 zahlreiche neue Empfehlungen zur Diagnose und Therapie des Prostatakarzinoms, die der zunehmenden Personalisierung Rechnung tragen. Neben der aktiven Überwachung von Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom, dem zeitnahen Beginn der Androgendeprivation (ADT) und der Einteilung der Patienten im Stadium eines metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) nach Tumorlast, Risiko und Metastasierungstyp wurde die Tripeltherapie mit zwei neuen Empfehlungen implementiert. Voraussetzung für die Tripeltherapie ist die Eignung zur Chemotherapie. Wenn metastasierte Patienten in die Kastrationsresistenz übergehen (mCRPC), soll zunächst eine Diagnostik von genetischen Alterationen der homologen Rekombinationsreparatur (HRR) erfolgen. Wird eine pathogene BRCA1/2 (Breast Cancer Gen)-Alteration nachgewiesen, soll eine PARP (Poly(ADP-Ribose)-Polymerase)-Inhibitor-Therapie als Monotherapie oder in Kombination mit einem ARPI (Androgenrezeptor-Pathway-Inhibitor) erfolgen. Bei Nachweis einer anderen HRR-Alteration sollte eine PARPi/ARPI-Kombination in Abhängigkeit von der Vortherapie eingeleitet werden.
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Zeitraum: 07.09.2026 - 07.09.2027

