Gut vorbereitet auf Reisen: Tipps zur Reisemedikation und Checkliste

Person liegt entspannt am Strand und betrachtet das Meer

Je nach Reiseziel und bestehenden Vorerkrankungen sollten bereits vor Reiseantritt entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Damit die medizinische Versorgung – auch im Ausland – gewährleistet ist, finden Sie hier die wichtigsten Tipps und Hinweise zur Reisemedikation übersichtlich zusammengestellt. Zusätzlich steht eine Checkliste für die empfohlene Reiseapotheke zum Download zur Verfügung.
 

Ausreichender Vorrat und sichere Aufbewahrung der Medikamente

Abhängig von Reiseziel, Saison, Reisedauer, Reiseart sowie bestehenden Vorerkrankungen sind individuelle Vorsorgemaßnahmen erforderlich. Unabhängig davon können Sie Ihren Patientinnen und Patienten die folgenden allgemeinen Empfehlungen für jede Reise mitgeben:

  • Auf eine ausreichende Menge der Dauermedikation achten (Faustregel: Ein Drittel über der benötigten Menge auf Vorrat haben).
  • Bei Flugreisen empfiehlt sich, die Hälfte der Dauer- und Notfallmedizin im Handgepäck aufzubewahren, falls der Koffer abhandenkommen sollte.
  • Medikamente kindersicher aufbewahren.
  • Vorsicht: Extreme Hitze (> 40 °C) kann die Wirkstoffe beeinträchtigen. Hinweise dazu sind in der jeweiligen Gebrauchsinformation zu finden.
  • Spezielle reisemedizinische Fragestellungen (z. B. zu besonderen Impfungen, Malariaprophylaxe) sollten vorab mit einer spezialisierten Ärztin oder einem spezialisierten Arzt erörtert werden.
  • Für bestimmte Medikamente (z. B. Spritzen) sind ggf. ärztliche Bescheinigungen zum Nachweis des persönlichen Gebrauchs nötig – etwa bei Mitnahme im Handgepäck (weiterführende Informationen finden Sie beim ADAC).

Gastrointestinale Beschwerden wie Bauchschmerzen, Diarrhö und Blähungen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang mit Auslandsreisen. Ein pflanzliches Arzneimittel wie Iberogast® Classic kann bei akuten Magen-Darm-Beschwerden eine sinnvolle Ergänzung der Reiseapotheke darstellen.


Gut abgesichert auf Reisen: Versorgung, Versicherung und Notrufnummern

Innerhalb der EU ist der medizinische Versorgungsstandard in der Regel hoch. Zudem sind in vielen europäischen Urlaubsregionen deutschsprachige Ärztinnen und Ärzte niedergelassen. Eine gezielte Online-Recherche im Vorfeld der Reise kann zusätzliche Orientierung bieten. Bei längeren Auslandsaufenthalten sollte geprüft werden, ob der Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung sinnvoll ist. Im Krankheits- oder Unfallfall kann selbstverständlich auch im Ausland telefonisch Hilfe angefordert werden. Die wichtigsten Notrufnummern – einschließlich der Gift- und Tauchernotruf sowie der Notrufzentrale des Auswärtigen Amts – sind ebenfalls in der Checkliste zur Reiseapotheke zusammengestellt.


    • 1
      Springer CRM Centrum für Reisemedizin.
    • 2
      Butler D et al. Travel-related gastrointestinal diseases: Assessment and management. Public health challenges. 2022;1(4),e30.
    • 3
      Abdel-Aziz H, et al. Planta Med .2017;83(14-15):1130-1140.