Der diesjährige Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) widmete unter dem Leitmotiv „Transforming Cardiology, Together“ zentrale Fortschritte und Zukunftsthemen der kardiovaskulären Medizin. Im Fokus standen unter anderem Anwendungen künstlicher Intelligenz sowie innovative Ansätze zur weiteren Verbesserung von Präzision, Geschwindigkeit und Sicherheit in der Patientenversorgung.
Besondere Aufmerksamkeit galt zudem der Veröffentlichung neuer Leitlinien, unter anderem zur Herzinsuffizienz sowie zum Management von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei chronischer Nierenerkrankung.
Finerenon (Kerendia®)
Seit diesem Jahr ist Finerenon zur Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit symptomatischer chronischer Herzinsuffizienz und einer LVEF ≥ 40 % zugelassen.
In den neuen ESC-Leitlinien zur Herzinsuffizienz wird Finerenon gemeinsam mit SGLT2-Inhibitoren als Bestandteil der Basistherapie („Foundational Medical Therapy“) bei HFpEF positioniert und für MRAs wird eine Klasse-IA-Empfehlung ausgesprochen. Diese Empfehlung stützt sich auf die Gesamtevidenz aus zwei Phase-III-Studien sowie einer Metaanalyse, wobei die positive Phase-III-Evidenz maßgeblich auf den Ergebnissen der FINEARTS-HF-Studie beruht.
Finerenon ist derzeit der einzige zugelassene MRA zur Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit symptomatischer chronischer Herzinsuffizienz mit einer LVEF ≥ 40 %.
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Anbei finden Sie unser Referenten Slide-Deck mit weiteren Details zur ESC-Herzinsuffizienz-Leitlinien 2026 und Finerenon:
Vericiguat (Verquvo®)
Auf dem ESC 2026 wurde zudem eine Posthoc-Analyse zur VICTOR-Studie, bei Patienten nach einem Herzinsuffizienz-Ereignis, vorgestellt.
Die Analyse zeigt: Vericiguat** schützt HFrEF-Patienten mit vorangegangenem Ereignis vor weiteren Hospitalisierungen und kann darüber hinaus einen Überlebensvorteil bieten.
** Vericiguat wird angewendet zur Behandlung von symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion, die nach einem kürzlich aufgetretenen Dekompensationsereignis, das eine i.v.-Therapie erforderte, stabilisiert wurden.
